Was uns verbindet

Genuss Haltung 07.10.2020 keine Kommentare

Reden wir auch über die Deutsche Einheit: Was uns verbindet! Dazu habe ich eine klare Haltung. Jede Form von Verbindung hat einen Anfang, dazu gehört genauso auch ein Ende. Sich zu verbinden – was bedeutet das? Kann dies ausschließlich in der Freiwilligkeit gelingen? Zwang war noch nie ein guter Begleiter. Wobei ich durchaus an die Sinnhaftigkeit arrangierter Ehen glaube, klingt spooky? Stimmt!

 

Die Gemeinschaft stärken

 

Was uns verbindet

 

Lassen wir dieses Ehethema mal aussen vor. Eine Verbindung, eine Beziehung, ein Miteinander sind elementare Eigenschaften unseres Lebens. Etwas miteinander zu verbinden, Menschen zusammen zu bringen, das klingt doch erstmal nach einem guten Plan.

Dennoch lassen sich nicht alle Kreaturen miteinander matchen, wie das neudeutsch so passend heißt. Ein Match ist durchaus nicht nur ein Spiel, sondern auch eine Begegnung. Also, begegnen wir uns. Doch, Vorsicht! Das ist keine Petitesse. Die Gemeinschaft stärken, der Ruf nach der politischen Wende „Wir sind ein Volk“ bleibt heute sicherlich manchem Zeitgenossen im Halse stecken. Für mich ist und bleibt es jedoch ein Wunder! Was uns verbindet und zwar auf ewig. Die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland feiert Geburtstag – 30!, das bedeutet mir sehr viel.

 

Das Wunder von 1989

Die Freude über den Mauerfall hat nicht jeden Deutschen erreicht. Ein Zusammenwachsen hat es wohl kaum gegeben. Die Unterschiede der Mentalitäten sind riesig. Das Wunder von 1989 lässt sich mancher Orts eher mit Verwunderung beschreiben. Menschen sind unterschiedlich dennoch der Grundgedanke über die Freiheit könnte obsiegen. Könnte? Genau!

Die Bedürfnisse jedes Bürgers, die Freuden, selbst Sorgen und Nöte sind unterschiedlich, dennoch ist das für mich kein Ost-West-Ding, sondern ein grundsätzlich menschliches Egothema. Also brauchen wir mehr Fürsprecher – mein Plädoyer steht: Ein Hoch auf das gemeinsame Land, den Mauerfall des neunten November neunzehnhundertneunundachtzig. Gratulation und dennoch kein Weiterso.

 

Wie stark verbindet uns unsere Herkunft

Für mich ist das Bild der fallenden Mauer mit Jubel und Freude verbunden. Einer der wirklich glücklichen Tage Ende der Achtziger. Doch wie stark verbindet uns unsere Herkunft? Sind wir Gefangene der eigenen Sozialisation?

In den vergangenen mehr als dreißig Jahren habe ich in vielen Städten, unterschiedlichen Bundesländern und mit diversen Aufgaben gelebt. Dabei traf ich auf Charaktere, die teilweise so gar nichts mit mir und meinem Leben verband. Interessant, aber keine Weggefährten. Woran das lag?

Weil jeder von uns in seiner ganz eigenen Architektur lebt. Seiner Sprache, den Träumen, Realitäten und vor allem seiner Herkunft. Es ist nicht zu leugnen, die Grenzen des eigenen Seins entstehen manchmal schon im Mutterleib. Die lassen sich selbstverständlich überwinden – das jedoch, musst du von ganzem Herzen wollen!

Das ist auch mein Grund, dass es kein einfaches Weiterso geben kann. Covid-19 mag das etwas unterstreichen, doch für das Zusammenleben in der Gemeinschaft sind wesentliche Veränderungen notwenig.

 

Was uns verbindet

Was uns verbindet

 

Reden wir da mal so ganz lässig von Achtsamkeit. Toleranz und Akzeptanz. Katarina Witt sagt in einem Interview der WELT: „Niemand hat das Recht uns zu verurteilen.“ Das ist auch meine Überzeugung. Das verbindet uns. Treffen wir uns gemeinsam an Orten die weder falsch noch richtig sind. Im Hier und Jetzt gibt es vieles was uns verbindet und etliches was uns trennt. Na und!

 

Diese Vereinigungs-Ehe 

Also, warum sollten wir uns mögen? So wie in der oben erwähnten arrangierten Ehe, ist das eine absolute Kannoption. Die Wiedervereinigung ging mit anderen Ideen und Vorstellungen in diese „Vereinigungs-Ehe.“

Was uns verbindet ist ein Teil der Vergangenheit. Die Sprache. Unsere Dichter und Denker. Reicht das aus? Wie immer im Leben liegt es jetzt an uns selbst. Die Verfehlungen der vergangenen dreißig Jahre sind nur im Kleinen wiedergutzumachen und zwar auf beiden Seiten – auf allen Ebenen.

Der Besser-Wessi und der Blödmanns-Ossi haben in meiner Welt längst ausgedient. Das mag daran liegen, dass ich sehr gern in Potsdam lebe, mir die neuen Bundesländer in Teilen angesehen habe, etliche Menschen aus der DDR kennenlernen durfte und mich das Alles glücklich macht.

Und selbstverständlich gibt es Situationen, Gegebenheiten und auch Eigenschaften, die ich gar nicht mag. Aber ist oder wäre das in anderen Städten nicht genauso? Sich selbst und dem Gegenüber eine Chance zu geben, das ist die erste Wahl. Was dann geschieht, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher, unterschätze niemals die Kraft deines eigenen Denkens!

 

Welche Folgen hat dein Handeln

Mein Plädoyer für die Gemeinschaft, für ein friedliches und vor allem anständiges Miteinander zielt ab auf Toleranz und Höflichkeit. Wir müssen uns nicht mögen, respektieren würde schon reichen. Und Vorsicht vor den (auch anerzogenen) Vorurteilen – wir können Nichts tun um die Vergangenheit und die Gegenwart zu ändern, doch wir können unsere Zukunft gestalten! Alle Worte und Handlungen entstehen im Kopf. Also, welche Folgen hat dein Handeln?

Darum geht es auch nächste Woche. „Anders handeln“ ist der Name eines Magazins aus Hamburg. In der aktuellen Ausgabe geht es um das Thema Ewigkeit. Anders handeln als es üblich ist – was ist eigentlich üblich und wer legt das fest?

Es bleibt spannend – ich freue mich auf dich mit den besten Grüßen aus Potsdam,

 

Katrine – anders handeln (liegt mir 😉 )

 

Was uns verbindet

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