Die Komplexität des Nichtverstehens

Genuss Botschaften 22.09.2021 keine Kommentare

Grundlegende Veränderungen können die Komplexität des Nichtverstehens implizieren, das muss jedoch nicht so sein. Was ist zu tun? Wenn wir auch der Digitalisierung hinterherhinken, scheint das Leben in der mobilen Welt, mit dem gesenkten Blick, der gewischten Pose in unser aller Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Eine Übertreibung! Dennoch, da steckt viel Wahrheit drin.

Wie können wir damit umgehen? Auf der einen Seite ist der Fortschritt in etlichen Bereichen hilfreich und großartig, dann scheinen wieder menschliche Komponenten, vor allem die Gemeinschaft auf der Strecke zu bleiben.

 

 

Eine Frage der Generation

Die Komplexität des Nichtverstehens

Sich mobil auszutauschen, sich zu treffen und das Wissen der Foren zu nutzen – das ist fein! Gleichzeitig  gilt es zu erkennen, dass ständig online zu sein, zum Nichtverstehen führt. Treffen wir uns analog. Draußen! Und vor allem zum Gespräch. Lass ein bisschen Langsamkeit in dein Leben. Krempel dir die Ärmel hoch und tu nichts! Eine Frage der Generation. Ja!

Gleichwohl sollten sich die Jüngeren fragen: Wie wollen wir gemeinsam leben, wenn wir nicht mehr sprechen? Sich Nachrichten innerhalb der eigenen vier Wände, im Büro oder auch bei Freunden zu senden?!, das ist absurd! Könnte es sogar sein, dass die Komplexität des Nichtverstehens, diese Form der Sprachverweigerung zu emotionalen und somit auch psychischen Einschränkungen führt?

Damit ließe sich erklären, warum die systematischen Coaches, die Therapeuten und Institutionen für Verhaltensforschung reichlich beschäftigt sind. Es gibt so viele Fragezeichen – auch in meinem Kopf.

 

Wer wir hätten sein können

Immer wieder frage ich mich und meine Wegbegleiter, wohin wird das führen? In diesem Zusammenhang erinnere ich an den von mir sehr geschätzten Roger Willemsen, den erwähnte ich auch letzte Woche, weil mich seine Texte über seinen Tod hinaus beschäftigen. „Wer wir hätten sein können.“

Woran mangelt es in einer Welt, in der zumindest in Deutschland und weiten Teilen Europas alle Waren immer verfügbar sind? Schaue ich auf den Ursprung sehe ich junge, mittelalte Menschen, denen gefüllte Kühlschränke als „total normal“ erscheinen. Der Mangel steckt unter der Haut, nicht im Warenkorb.

 

 

 

Die Komplexität des Nichtverstehens

 

Meine Botschaft heißt: Setz dich! Komm an den Tisch, das Essen ist fertig. Doch selbst diese für meine Generation gängige Umgangsweise, stockt. Zu viel Arbeit. Keine Zeit einzukaufen und es ist so simpel den Lieferdienst anzurufen. Einfach, aber vollkommen unsexy.

Diese Gedanken sind ein Teil, die die Komplexität des Nichtverstehens sehr deutlich machen. Selbst wenn ich mir noch so viel Mühe gebe, kommt es in meinen Gedanken nicht vor, dass ich für meine Freunde oder sogar für ein erstes Date, lauwarmes Irgendwas von einem sogenannten „Food-Hero“ liefern lasse. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Lieferdienste ausgebeutet werden – gleich das nächste Thema … PUH!, na besser nicht jetzt.

 

Hunger nach Wissen

Lieber rufe ich zum Essen auf. Hier gibt es maximale Unterschiede innerhalb der Familien und schon fast evolutionäre Küchenschlachten. Schmeckt mir nicht. Oft gesagt, wiederhole ich heute:

Essen steht für mich im Fokus der Sinnlichkeit. Du bist was du isst, da steckt reichlich Stoff für Geschichten, Filme und Lebensmodelle drin. Einzukaufen, sich mit der Nahrung zu beschäftigen stillt auch den Hunger nach Wissen.

Um diesen Themen ein bisschen Feuer unter dem Herd zu machen, greife ich nächste Woche in die Rezeptekiste und plaudere über unser kulinarisches Erbe. Der Oktober steht dann mit einem Schritt vor der Tür und ich gucke bei meinen Nachbarn in die Küche – bei uns im Haus wird tatsächlich einfach gekocht. Das ist wundervoll und ich werde tun was ich kann, damit das nicht aufhört. Also, grundsätzlich!

Nahrung, Essen und diese einfachen Alltagsthemen machen die Komplexität des Nichtverstehens extrem sichtbar; denn einzukaufen, zu kochen und zu essen findet heute nur noch in wenigen Haushalten regelmäßig hat. Das Wissen um die Führung innerhalb einer Familie geht verloren, weil „Siri und Alexa“ alles regeln. Vielleicht schafft die Postpandemie eine Kehrtwende – ich bin und bleibe sehr gespannt.

Also, los gehts in die nächste Küchenrunde mit einer Rückbesinnung auf die alten Werte. Naturbelassene Lebensmittel, beste frische Zutaten, die dem Dosen-Convenience-Zeug deutlich fehlen: Zeit und Liebe!

 

Katrine – ein gutes Mahl wird deine Seele verzaubern

 

 

 

#Verlinkung weil ich es mag – dennoch gekennzeichnet wegen der DSGVO, Bitteschön!

 

 

Die Komplexität des Nichtverstehens

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