Die Zukunft neu denken

Genuss Gedanken 21.04.2021 4 Kommentare

Wie tickt momentan die Umwelt, möchtest du zurück zu deinem Alltag oder die Zukunft neu denken? Meine Gedanken und Botschaften dazu sind vielfältig. Es gibt kein einfaches Weiterso, doch wie kann die Umgestaltung des Lebens funktionieren? Transformation. Alles auf Null.

Brauchen wir neue Lebensstile? Andere Umgangsformen würden mir sehr gefallen. Etwas mehr Höflichkeit schadet nicht. Ich frage mich, wer; beziehungsweise ob die Mehrheit „da draußen“ wirklich glaubt, dass die Sternchendebatte einer Gleichstellung hilft? Wie hängt das mit der Sprache zusammen?

 

Was wir nicht benennen

Grad in den vergangenen Wochen spreche ich mit unterschiedlich Interessierten. Die Pandemie bringt Vieles ans Licht. Simone de Beauvoir, die letzte Woche Todestag hatte (gestorben ist sie am 14.04.1989) dreht sich sehr wahrscheinlich momentan ständig im Grab um. Sie wollte schon früh, die Zukunft neu denken. Schaue ich mich um, sehe ich viel Dunst und höre mit Verlaub, ne Menge Unsinn.

Fast kommt es mir so vor, als würde eine Art Bockigkeit von den jüngeren Zeitgenossen erfasst. Mit der Hand vor dem Gesicht spielen wir: „Du siehst mich nicht.“ Was wir nicht benennen ist nicht existent! Liebe Leute, was für ein Irrsinn.

 

Indianerhäuptlingstochter versus der bessere Mensch

Wohin werden wir kommen, wenn wir wirklich ALLES auf die sprachliche Goldwaage legen? Eine besondere Art der Spracherneuerung ist wünschenswert. Allerdings möchte ich schon noch sagen dürfen, dass ich als Mädchen davon träumte „Indianerhäuptlingstochter“ zu sein, ohne dadurch gleich einen Shitstorm auszulösen. Diese politische Dimension geht mir zu weit. Oder wer ist der bessere Mensch?

Und ja, es wird immer Veränderungen geben, die sollen aus meiner Sicht jedoch nicht aus dem Kontext gerissen werden. Das wir gewisse gesellschaftliche Regeln neu aufstellen (müssen), wie wir auch Ernährung und Landwirtschaft neu denken und ändern wollen sollen, ist für mich gesetzt! Gleichwohl ist in manchen Belangen die Kirche im Dorf zu lassen, ganz besonders sprachlich.

Niemand kann glauben, dass Misshandlungen, Verstümmelungen, ungleiche Bezahlungen und Übergriffe durch sprachliche Pausen und Sternchen oder Doppelpunkt einfach verschwinden.

Vielleicht möchtest du dich dazu im Kommentar äußern? Höflich! Versteht sich von selbst.

 

 

Die Zukunft neu denken

Die Zukunft neu denken

Es ist und bleibt kompliziert. Gibt es Möglichkeiten die Sprache und die negativen Auswirkungen zu vermeiden oder wenigstens zu kompensieren?

In den vergangenen Jahren sind neue Ernährungskompetenzen in mein Leben gehuscht. Mit Freude und auch Verwunderung lerne ich und lehne manches ab. Auch hier spielt die Sprache eine immense Rolle. Die Zukunft neu denken, bedeutet zu akzeptieren, dass Menschen heute den Kaffee eher mit Hafer- und oder Mandeldrinks (gern fälschlicherweise als -Milch) bezeichnet, zu sich nehmen möchten und Gemüse (allerdings aus aller Welt) immer häufiger auf den Tellern landet.

Na Bitteschön. Die Gefahren der sogenannten neuen Ernährung sind zu jung, um seriöse Aussagen treffen zu können. Und die Frage, woher gewisse Substanzen kommen ist ein ungeklärtes Thema. Eine Transparenz der Lieferketten bleibt bis heute im Dunkeln, wie die grundsätzliche Transparenz der politischen, sprich lobbyistischen Einflüsse. Schmeckt mir nicht!

 

Die Soziologie des Essens

Die Geschichte der Ernährung, die Soziologie des Essens ist immer auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Veränderungen. Wen interessiert das? Die neuen Erkenntnisse durch die Skandale wie BSE, Genmanipulation und Massentierhaltung werden von einer Genusselite vorangetrieben. Jeden Tag gibt es in unserem reichen Deutschland viele Kinder, die ohne Frühstück in die Schule gehen müssen. Interessiert das die ökosozialen Biohipster?

Junge Leute, jüngere Eltern, die sich und die Familie vegan ernähren, aber keine Ahnung von heimischem Obst und Gemüse haben brauchen Aufklärung und Unterstützung. Diese wird gern als Einmischen bewertet. Das ist für mich nur einer der Ansatzpunkte, die es zu vertiefen gilt. Bildung nebst Aufklärung!

 

Die Komplexität einer Ernährungsphilosophie

Aus Erfahrung weiß ich, dass das keine leichte Kost ist. Wo anfangen? Es wäre schon hilfreich, wenn während der Geburtsvorbereitung, in den gynäkologischen Praxen und den Entbindungsstationen die bekannten Produkte vom „guten Onkel mit den Gläschen“ keine Chance hätten. Ernährungsberaterinnen können sehr hilfreiche Tipps geben, dazu Magazine verteilen in denen gute Kost für die ersten Monate vorgestellt wird, anstatt kostenloses Milchpulver und gezuckerten Tee zu verteilen. Ansätze gibt es mehr als genug!

Die Komplexität einer Ernährungsphilosophie wird sich nicht so rasch durchsetzen können. Die Bioprodukte sind für viele Familien nach wie vor zu teuer und die Aufklärung über industrielle Nahrung bleibt aus bekannten Gründen in der Breite aus.

Die von mir gelobte, geliebt und zum täglichen Einsatz kommen könnende einfache Ernährung ist abwechslungsreich, regional und vor allem gar nicht teuer. Klar! Sie erfordert etwas Zeit, Übung und die Überzeugung, dass ein frischer Salat die bessere Variante zum Fertiggedöns ist.

Also, sei dabei und lass uns Spargel kochen. Salat schneiden und aus vollem Herzen sage ich: „Mit dir möchte ich auch mal ein Hühnchen rupfen.“

Die Zeit ist reif für Veränderungen!  Da kommt es mir in den Sinn, eine Geschichte zu schreiben: „Wie früher“ – was das mit Veränderungen und einer neuen Zukunft zu tun haben wird? Das erfährst du nächsten Mittwoch.

Bestimmt sprechen wir in den nächsten Wochen und Monaten auch über das generische Maskulinum und wenn es mich noch ein bisschen weiter pickst und prickt, könnte ich mich auch zu den „Pinky Gloves“ äußern 😉 uiiiiii – neeee!, das ist mir ehrlich gesagt viel zu blöd.

 

Katrine –  Zukunft braucht Tradition

Die Zukunft neu denken

4 thoughts on “Die Zukunft neu denken

  • 21. April 2021 at 19:50
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    Manches erledigt sich von slbst – tatsächlich. So z.B. sind die „Pinky Gloves“ bereits wieder Vergankenheit – seit gestern. Die FAZ berichtet dies.
    Gruß und Kuss aus dem Harz.

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    • 22. April 2021 at 10:52
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      Da hast du so recht meine Liebe. Vielen Dank für deine Zeilen und mit Gruß und Kuss zurück.

      Reply
  • 23. April 2021 at 18:12
    Permalink

    Liebe Katrine, du weißt, dass ich das meiste, was du zum Thema Ernährung sagst, blind unterschreibe ;-). Aber heute möchte ich an einer Stelle widersprechen bzw. ergänzen.. Du schreibst, dass Ernährungsberaterinnen gute Tipps geben können. Das ist auch meiner Ansicht nach richtig und wichtig, aber bitte nicht für die ersten Lebensmonate. Als überzeugte Verfechterin des Stillens möchte ich daran erinnern, dass die Natur auf ganz wunderbare Weise dafür gesorgt hat, dass sich Eltern am Anfang neben den vielen, neuen Aufgaben, die auf sie zukommen, zumindest über die gesündeste und einfachste Ernährung keine Gedanken machen müssen. Im ersten halben Jahr und manchmal auch darüber hinaus dürfen Tee, Milchzucker und Gläschen, aber auch Biokost getrost im Regal stehen bleiben! Wenn darauf in der Geburtsvorbereitung hingewiesen wird, ist schon viel gewonnen.
    Sei herzlich gegrüßt aus dem Rheinland!
    Silke
    PS Ich hab’s gerade nochmal durchgelesen.. die Biokost sollte natürlich nicht im Regal verkümmern, sondern von den Eltern und insbesondere von der stillenden Mutter genossen werden :-).

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    • 26. April 2021 at 12:40
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      Liebe Silke,

      wie schön von dir zu lesen. Und du hast völlig recht, die beste Kost für das Baby ist die Muttermilch. Mir geht es darum, dass ich diese Art der Manipulation in den Arztpraxen und Kliniken unmöglich finde. Das Stillen wird häufig nicht unterstützt! Es liegt so Vieles im Argen und ich möchte mich viel lieber den schönen Dingen widmen. Und mit dir nach Turin fliegen 🙂 Freue mich auf unser Wiedersehen und über den Kommentare hier. Fühl dich umarmt, Bella!

      Reply

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