Früh morgens spüre ich das zarte Glück: Die Nebelschwaden lichten sich über dem See und in meinem Kopf. Das ist phantastisch! Wenn der Schleier verschwindet, sich die Welt aus der Umklammerung befreit. Gedanken flirren. Ein neuer Tag beginnt! Meist empfinde ich das als Geschenk. Klar, es gibt auch diese anderen Tage. Ehrlich gesagt ist es meine feste Überzeugung, dass das Grau eine gute Nuance ist, um ein strahlendes Weiß erst leuchtend zu machen. Was meinst du?
manch ding passiert
Zu philosophieren, die Momente ein bisschen besser zu machen und sich den Farben des Lebens hinzugeben – ja!, das schmeckt mir. Schon etwas mehr als neun Monate ist 2026 jetzt – da ist manch Ding passiert. Die Karten sind längst gemischt. Gibt es noch
was zu gewinnen? Ich setze alles auf eine Karte. He he, nein, ich bin keine Spielerin. Na oder doch, zumindest im Geiste. Und wenn ich an Ocean’s Eleven denke. Gute Güte, mehr als zwanzig Jahre ist das her und doch unvergessen. Hier passt das wirklich: Manch Ding passiert oder besser gesagt, es wird gedreht. Das Ding! Schön doppeldeutig. Ich lieb ja den Film, das Theater und all diese Momente, in denen ich selbst im Nebel verschwinden kann. Einfach eintauchen in Geschichten – Eskapismus in Reinkultur. Yeah!!!
Die Nacht zum Tag gemacht
Dazu gibt sich der Herbst in vollem Glanze hin. Manchmal wird mir dabei ganz schwummerig. Ja, die Alltäglichkeit macht auch das Endliche sichtbar. Ob Eskapismus da hilft? Sag du es mir.
Aus meiner Überzeugung hat es keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen. Wie die Blätter, so vergeht auch das Leben. Wir hauchen leise wispernd manch Wunsch dahin. Lass es uns ein bisschen gut gehen. Die Tage werden kürzer und es ist nur noch selten möglich, dass ich die Nacht zum Tage mir mach.
Die Nebelschwaden lichten sich
Wie nutzt du deinen Tag? Wen hast du in den vergangenen Wochen und Monaten glücklich gemacht? Oder, wenn das zu viel erscheint: Wem hast du eine Freude bereitet? Ja!, es ist mein inniger Ansporn, die Welt ein bisschen besser zu machen. Das
Blinzeln in den Augen der Anderen zu sehen. Und soll ich dir was sagen; das ist ganz leicht!
Es gelingt nicht immer, die Nebelschwaden aus den Köpfen zu vertreiben, doch es ist simpel, etwas Glitzer zu verstreuen. Ich liebe es so sehr, Menschen zu überraschen. Ein kleines Wort. Ein „wie geht es dir heute?“
Das schönste Zeitwort
Eine Blume zu verschenken, etwas Obst mitbringen, das sind keine großen Sachen, darum geht es nicht. Einzig der Gedanke, die Geste zählt. Von mir für dich. Einfach so!
Gern zitiere ich in diesem Zusammenhang Bertha von Suttner: „Nach „lieben“ ist „helfen“ das schönste Zeitwort der Welt.“
Mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Meinen Appell richte ich an alle Lesenden und die, die hier mal so eben vorbei huschen. Meine Ideen sind als Impulse gemeint. Lass dich inspirieren. In den nächsten Wochen und Monaten werden etliche Menschen allein sein, sich nicht in die Dunkelheit trauen. Vielleicht weil sie schlecht sehen oder einfach ängstlich sind. Da stehen bei mir Besuche auf der Tagesordnung und Nachrichten. Ich versende Briefe, Postkarten und an ein paar sehr lieb gewonnene Weggefährten kleine Päckchen. Seit vielen Jahren ist meine Botschaft – ich denk an dich.
Dazu wird es die nächste Kolumne geben: Echtzeit leben! Warum es gut ist, sich persönlich zu treffen,
herzlichst deine Katrine

