Überall ist die künstliche Intelligenz ein Thema, doch was ist mit dieser Art von Echtzeit leben? Wann haben „wir“ aufgehört einander zu treffen und uns mit den Gedanken und Gefühlen unserer Gegenüber auseinander zu setzen? Das Leben hat so viel zu bieten, doch ziemlich viele Zeitgenossen verstecken ihre Köpfe hinter oder fast in elektronischen Geräten. Also, ich gehöre nicht dazu, gleichwohl spüre ich eine Veränderung bei meinen Mitmenschen. Das stimmt mich nachdenklich – deshalb gucke ich genauer hin.
schau mir in die Augen
Sprichst du schon mit einem Roboter? Der natürlich nicht so heißt, er ist ein Bot. Dein persönlicher Assistent, gern als virtueller
Compagnion bezeichnet. Selbstverständlich bereits in Apps verfügbar. Uiii. Ich staune. Schüttele mich und möchte viel lieber in Echtzeit leben. Mich mit dir treffen. Menschen in die Augen sehen. Umarmen. Leben findet jetzt statt!
Liegt die Versuchung darin, dass das virtuelle Gegenüber sich anpasst? Im Echtzeit Leben mag manches fehlen, wobei ich der festen Überzeugung bin, dass die Vorstellungen abstrakt sind und die eigenen Wünsche aus dem Wolkenkuckucksheim stammen. Sich realistisch selbst zu betrachten, machen was machbar ist, das könnte hilfreich sein. Tatsächlich vertraue ich mir selbst. Eine künstliche Intelligenz, die meinen Schlaf bewacht oder mir sagt, was ich wann zu tun habe?, absurd!
Weniger ist mehr
Mich nerven all diese Optimierungen. Ständig höre ich, du musst weniger Zucker essen. Wieviele Schritte bist du heute gegangen? Weißt du eigentlich wie schädlich … Blabla und so weiter und so heiter. Und meine Antwort lautet: All diese Verbesserungen, diese Schritte, Mengen und Ratschläge brauche ich nicht. Danke! Ich komme sehr gut klar, mir geht es gut und ich bin mir selbst genug. Im Gegensatz zu den Ratgebenden bin ich in der Lage mich souverän zurück zu lehnen und einfach mein Ding zu machen. In meiner Echtzeit lebe ich mit Spaziergängen, gutem gesunden Essen und mehrmals Gymnastik und auch Yoga in der Woche. Noch Fragen?
Echtzeit leben
Ganz klar wird die Zukunft mit all den Hilfsmitteln, der KI, den Apps und den persönlichen Assistenten unterstützend sein können. In der Gegenwart setzen viele Unternehmen auf Chat-Bots, kaum eine Hotelreservierung wird noch von „echten“ Menschen entgegen genommen. Okay. Das ist sicherlich eine Frage der Akzeptanz. Will ich das? Und wenn nicht, welche Lösung kann es für
mich geben? Die Antwort ist einfach und nüchtern. Es kommt, wie es kommen muss. Gleichzeitig kann ich für mich andere Wege gehen.
Die Marionettenfäden
Es fängt bei der Navigation im Auto an – ich schaue mir immer auf der Karte an, wohin ich fahren werde. Also, wenn ich eine neue Strecke fahre. Ist klar 😉 ! Eine Gesundheitsuhr kommt mir nicht ans Handgelenk. Ich weiß morgens sehr gut, ob ich schlief, träumte oder eben nicht. Die Marionettenfäden an denen viele Menschen hängen, die lehne ich ab. Mein Leben. Meine Echtzeit. Meine Entscheidungen!
Nach wie vor brauche ich niemanden, der mir sagt, was gut und oder schlecht für mich ist. Ungefragte Hilfsangebote empfinge ich seit meiner frühen Kindheit als Eingriff in meine Freiheit. Heute nennt sich das „übergriffig!“ Schlimmer noch sind Ratschläge. Aus gutem Grund steckt da „Schläge“ drin – jaaaaa. Ich weiß, das schmeckt dir nicht.
Dennoch geht die Frage raus: Bis du bereit? Komm wir treffen uns in Echtzeit und jede:r bringt einen Zettel mit: Themen, die dir auf der Seele brennen. Dazu gibt es eine Seelensuppe und danach ein schönes Stück Torte, natürlich. Gern auch mit Sahne. Haha!
Ach und in vierzehn Tagen packe ich einen Koffer. Meinen. Kleines Gepäck für ein leichtes Leben.
Deine interaktive – leibhaftig echte Katrine

