Mit großen Gesten, mit Tanz und viel Heimatverbundenheit feiere ich Erntedank! Wie jedes Jahr verneige ich mich vor all denen, die mir die besten Köstlichkeiten des Landes liefern. Es ist Dankbarkeit, die mich umgibt und eine große Art der Verbundenheit. Das Land gibt viel Nahrung und ich lasse meine Finger gern in die Erde greifen. Eine enge Verbindung, die mich sprichwörtlich nährt.
Lebensraum
Es fließt viel bäuerliches Blut durch meine Adern. Ha, da staunst du! Ja, aber es ist wahr. Im südlichen Niedersachsen und im
Weserbergland liegen meine tiefsten Wurzeln. Dieser Lebensraum ist mir nah und doch so fern. Ich bin eher eine Städterin als eine Landpflanze. Dennoch liebe ich die Natur und fühle mich mit ihr verbunden. Für mich ist das kein Gegensatz, eher eine Ergänzung. Sich den Dingen des Lebens zu stellen, das ist schon immer ein Teil meines Seins.
Sich verbunden fühlen
Im Frühling und im Herbst spüre ich diese Verbundenheit ganz besonders. Wenn das Leben Ende März so langsam erwacht und jetzt, wenn sich die Blätter färben und das Erntejahr zu Ende geht. Nachdenklichkeit macht sich breit. Was werden wir in Zukunft essen? Frisch gekocht schmeckt es mir am besten. Verarbeitete Industrienahrung ist mir ein Gräul. Sich ausschließlich jahreszeitlich zu ernähren, das ist vielen Menschen zu aufwendig. Ja, das kann ich verstehen, gleichwohl gibt es gute Möglichkeiten die Gewohnheiten anzupassen. Ohne Aufwand ist das allerdings nicht möglich. Is so. Was wahr ist, lässt sich nicht beschönigen. Dies ist übrigens ein zentraler Punkt, den die KI uns nicht abnehmen kann. Produkte lassen sich zwar liefern, dennoch bleibt das heimische Kochen ein menschliches Handwerk. Und komm du mir jetzt nicht mit der Küchenmaschine 😉 ! Auch wenn so eine elektrische Küchenhelferin manch Aufgabe übernimmt, hat das aus meiner Sicht mit kochen nichts zu tun. Sei’s drum.
Erntedank
In unserer modernen Zeit ist es völlig normal, dass es im Supermarkt zu jeder Jahreszeit „alles“ zu kaufen gibt. Kaum jemand hinterfragt die einzelnen Produkte. Woher kommen die Kartoffeln? Ist es wirklich möglich, sich vor Ort mit dem Alltäglichen einzudecken?
Jeder kann für sich diese Fragen beantworten! Dazu kommt eine große Portion Wertschätzung. Was darf sein? Welche Prioritäten werden im eigenen Haushalt gesetzt?
Für mich ist Erntedank viel mehr als ein christlicher Brauch. Mir geht es um die Köstlichkeiten aus der heimischen Region. Das Einfache macht mich stark. Es wird jetzt immer und immer wieder Suppe geben. Ich liebe diese Schlichtheit. Gemüse, Rinderknochen, dazu eine Beinscheibe und die heiße Brühe kocht sich fast von selbst. Bereits Morgens genieße ich davon einen Becher – diese Wärme durchströmt meinen Körper. Ich fühle mich wohlig. Warm. Und geborgen. So einfach kann das sein!
Genuss mit Tradition
Jetzt kommen die bunten Farben auf die Teller. Rote Bete mit gestampften blauen Kartoffeln, welch Augenweide. Das saisonale Angebot ist immens. Es gibt Äpfel, Birnen, Nüsse, Kürbis, Mangold und Zwiebeln. Daraus lassen sich wunderbare Speisen zubereiten. Falls Rezepte gewünscht werden, na aber bitte; ich bin gern zur Stelle: ed.n1790724842hilen1790724842irtak1790724842@ssun1790724842eg1790724842
Der Herbstzauber bringt uns einander auch wieder näher. Geselligkeiten mit Tee und warmem Apfelküchlein stehen bei mir hoch im Kurs. Wie hältst du es damit? Früher haben wir uns zusammen auf dem Fußboden gehockt, Gitarre gespielt und dabei das Leben von vorne nach hinten philosophiert. Heute ist es „privilegierter“ – also zumindest bei mir sitzen wir auf Stühlen *hihi*
Und um diesen Tenor ein wenig zu befeuern, wird es in der nächsten Kolumne um Nebel und Nächstenliebe gehen. Ich weiß selbst noch nicht genau, was ich dazu schreiben werde. Es bleibt halt spannend.
In diesem Sinn sende ich einen herzlichen Gruß,
deine Katrine 
mit KI überarbeitetes Foto – ich bin echt und ohne Filter, nur die Milchkanne und den Hintergrund hab ich gebastelt – ups!
