Sat Nam – Wahrheit ist mein Name

Genuss Gedanken 19.08.2026 keine Kommentare

Tiefe Gedanken umkreisen mich: Sat Nam – Wahrheit ist mein Name, kommt aus dem Sanskrit. Beim Yoga, genauer gesagt bei meinen Kundalinistunden gehören Ewigkeit und Sein zum Ritual auf der Matte. Ich lieb das sehr. Yoga ist viel mehr als nur die Pose. Es geht darum wie du atmest. Auch dein Sitz spielt eine Rolle und für mich ist es die Intensität, immer wieder zu mir selbst zurückzukehren. Die Übungen, das Einhalten und auch die Meditation führen mich zu einem besonderen Bewusstsein. Sat bedeutet Wahrheit und Nam steht für Identität. Sich mit diesen Worten zu begrüßen, meint auch Innigkeit.

Einheit und Verständnis

Sich gegenseitig Respekt entgegen zu bringen, gehört zu meinen Lieblingsthemen. Ein mehr als komplexer Bereich, denn die inneren Verurteilungen, die kommen ruckzuck um die Ecke. Woran liegt das? Einheit und Verständnis gehören zusammen. Einheitlich. Verbunden. Diese Form des Miteinanders wünsche ich mir als Umsetzung. Sich verbunden zu fühlen, ist das eine, Verständnis bleibt jedoch ein rares Gut. Für einander einzustehen, sich in den berühmten guten und schlechten Zeiten nicht abzuwenden, ha!, wer geht beispielhaft voran?

Letzte Woche saß ich in der Jedermann-Vorstellung in Weimar. Diese Geschichte des reichen Mannes, der ohne Vorahnung plötzlich dem Tod gegenüber steht. Immer wieder fasziniert mich dieses Schauspiel – die Moral von der Geschichte: Wir kommen und wir gehen allein von dieser Welt. Manchmal mag es gelingen, dass treue Freunde nicht weichen, doch Krankheit und Tod spalten. Da hilft auch der schönste Mammon nichts.

Die Macht des Wortes

Und die Reu kommt nicht nur für den Jedermann zu spät. Was andere Menschen sagen oder tun, hat häufig nicht die Bedeutung, die „wir“ uns wünschen. Die Macht des Wortes, der schöne Satz: Sat Nam – Wahrheit ist mein Name, ja, den lass dir auf der Zunge zergehen.

Es gilt den Mut aufzubringen, sich den Lebensdingen zu stellen. Fragen und Antworten klar und deutlich zu formulieren. Missverständnisse und Enttäuschungen inklusive.

Sat Nam – Wahrheit ist mein Name

Wie steht es denn um deine Integrität? Ist der Zustand deiner persönlichen Wahrheiten frei gewählt oder bist du eher angepasst? Harter Stoff, meinst du? Stimmt! Mir steht der Sinn nach der Ordnung in den geistigen Bereichen. So eine Art, Tatortreiniger für das seelische Bewusstsein. Jede Entscheidung hat eine Konsequenz. Mich mehrmals wöchentlich auf der Yogamatte zu bewegen führt in erster Linie zum Muskelkater (nein, ich scherze nicht) und in zweiter Linie zu Veränderungen oder auch den genannten Konsequenzen. Im Innen und im Außen!

Körper und Geist verändern sich. Mal wieder zeigt sich, dass es mir sehr gut tut, eigene Vereinbarungen zu treffen. Schritt für Schritt schaffe ich (wieder) neue Freiräume. Platz für Gedanken und Träume. Zufriedenheit ist ein hohes Gut, daran arbeite ich. Der logische Verstand sucht immer nach Lösungen, dabei ist es höchst hilfreich, nicht alles zu glauben, was ich so denke.

Dazu nehme ich sehr gern ein Zitat von Vaclav Havel: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Nicht immer leicht, das in die Tat umzusetzen. Das muss wohl auch gar nicht sein, es reicht (mir), sich diese Gedanken zu eigenen zu machen. Sich selbst ernst zu nehmen und Wünsche nicht auf die lange Bank zu schieben. Wie es so schön im Volksmund heißt. Sehr wahrscheinlich fallen „solche Sätze“ demnächst auch in die Kategorie irgendeiner Aneignung. Gute Güte!

Wahrheit und Identität 

Wie du dir vorstellen kannst, ist mir das egal. Auch das gehört zu meiner Wahrheit, meiner Identität. Mein höchst persönliches Sat Nam besteht in der Freiheit der Gedanken, des gesprochenen und geschriebenen Wortes. Sicherlich nicht immer bequem, dies gilt gleichermaßen für mich als auch die sogenannten Anderen.

Lass mich in den Kommentaren wissen, ob du meine Einstellung teilst. Und jaaaa, ich weiß, viele meiner Leserinnen und Leser sagen nicht gern öffentlich ihre Meinung. Grundsätzlich ist das fein, ein Jeder macht das nach seinem Sinn, dennoch ist ein Austausch wichtig. Kann ja auch gern persönlich sein. Du weißt, wie du mich erreichst.

In meiner nächsten Kolumne vertiefe ich diese Gedanken: Wort und Wert sind für mich untrennbar. Verlässlichkeit ist ein Muss – reden wir drüber.

Komm gut durch die Zeit, herzlichst 

deine Katrine

 

Sat Nam – Wahrheit ist mein Name

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