Verlässlichkeit ist ein Muss, Wort und Wert sind untrennbar. Für mich! Wie gehst du damit um? Gehörst du zu denen, die gern „aber“ und „eigentlich“ sagen, ohne sich um den wahren Inhalt der Worte zu scheren. Ups! Mancher Satz ist schnell gesprochen, die Umsetzung dann mangelhaft. Meine tiefste Überzeugung gilt, sage Nichts, was du nicht meinst. Ein Ja!, meint genau das, wie auch ein Nein. Also, welchen Wert hat dein WortSchatz?
Wort und WertÂ
Daraus ließe ich sich ein hübsches Wortspiel machen. Der Wortschatz oder dein Wort, Schatz. Früher haben wir an manchen Abenden zusammen gesessen, um mit dem Fremdwörterlexikon (falls das noch einer kennt 😉 ) unseren Schabernack zu treiben.
Wort und Wert kamen dabei groß raus. Eine Person sagt 50, 12, 3 und der oder die „BuchhalterIn“ schlägt Seite 50 auf und liest das dritte Wort aus Zeile 12. Das Spiel beginnt. Wer das Wort kennt, hält sich raus. Die Anderen raten und geben sich die größte Mühe einer wertvollen Erklärung.
Klartext
Doch zurück zu Wort und Wert. Es gibt niemanden der nicht lügt. Manchmal aus einer Not heraus, dann wieder kühl kalkuliert. Der eigene Wert kommt dabei meist zu kurz, denn Klartext ist hilfreicher als die noch so kühn erdachte Notlüge. Wenn es nicht stimmt, oder sich falsch anfühlt, irgendwie verquer ist, dann darf das gesagt werden. Und wie immer lautet die erste Botschaft: Der Ton macht die Musik. Höflichkeit ist ein Muss. Und wenn du meinst, dass du dich nicht im Griff hast, dann schweig. Geschirr zu zerschlagen oder einfach die Wut rauszulassen, das ist kindisch und dumm!
Ein gut geführter Streit, das ist die Königsklasse. Beherrscht du dieses Metier? Es ist besonders wichtig, sich nicht provozieren zu lassen. Ruhig bleiben. Atmen. Die Argumentation des Gegenübers anhören und nicht direkt antworten. Denken hilft! Klug zu sein; erhält die höchste Note. Vielleicht kennst du die amerikanische Anwaltsserie Suits – da werden Wortgefechte mit Sahnehaube serviert. Ich lieb’s (immer noch) ist ja nicht mehr aktuell, dennoch lohnt es reinzuschauen, um zuzuhören.
Debattieren mit Stil
Dein Wort kann ein Schwert sein, doch auch eine süße Praline. Du entscheidest. Putzigerweise erwachsen große Fehden meist aus Kleinigkeiten und Missverständnissen. Darum ist es wichtig, sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen, sondern sich aussprechen zu lassen. Zuhören gilt in jeder Lebensform als Grundlage des Respektes. Echtes Verstehen schafft Verbindungen.

Sollte das nicht gelingen, macht es Sinn, den Raum zu verlassen. Ich debattiere wahnsinnig gern, der geistige Schlagabtausch liegt mir im Blut. Dabei sind Wort und Wert elementar. Nicht hitzig werden, eher versuchen zu verstehen.
Einen Plan zu haben, wie es auch der Schöpfer des Buches “ Der kleine Prinz“ darstellt, das ist eine fundamentale Grundlage. Ohne konkret zu werden, kann ich nichts erreichen.
Sich auf Debatten vorzubereiten ist strategisch wertvoll. Dazu muss vor allem klar sein, worum es gehen wird. Deshalb ist es dämlich, einfach einen Streit vom Zaun zu brechen. Die inneren Waffen wollen gut gewählt sein …
Wortwahl
… und diese kommen gern als starkes Wortmaterial zum Einsatz. Gleichwohl ist es mir immens wichtig, keine Verletzungen auszusprechen, oder gar zuzuführen. Du hast die Wahl des Wortes. Mit der Wirkmächtigkeit der Sprache lässt sich manch Diskurs entweder auf die Spitze treiben oder versöhnlich werden lassen.
Fühlst du dich frei (genug) um dich mit Wort und Wert zu wappnen? Es gibt offizielle Debatierrunden, bist du schon einmal dabei gewesen? Die nächsten Wochen werden einiges auf das politische Parkett bringen – es gruselt mich jetzt schon. Da ziehe ich es vor, mich selbst in der Küche einzusperren. Das große Backen oder besser gesagt „die Tortenschlacht“ (das ist ein echter Insider)
beginnt bei mir genau jetzt, dazu koche ich Marmelade und Gelee. Das Beste vom Einfachen macht mein Herz frei von all dem Wahnsinn, der sich „da draußen“ abspielt. Bist du dabei?
Herbstliebe
Der Herbst steht vor der Tür und den nehme ich in meiner nächsten Kolumne mal unter meine Fittiche (auch so ein tolles Wort) – einen Hauch von Herbst. Was wünschst du dir, wenn die ersten Nebel aufsteigen? Ich hab da eine sehr konkrete Vorstellung, die ist noch geheim. Freuen wir uns also möglichst gemeinsam auf heiße Suppe, knusprige Tarte aus dem Ofen und heimelige Stunden.
Vielleicht kochen wir auch mal wieder zusammen? Ich bin bereit, wenn du es auch bist!
In diesem Sinn taucht das Wort in der Buchstabensuppe ab – herzlichst
deine Katrine
