Zukunft passiert

Genuss Einfach sein 23.09.2020 keine Kommentare

Einfach sein, das Leben ist kostbar – Zukunft passiert und du kannst sie mit gestalten. Es ist so wichtig sich die schönen Momente des Lebens ins Bewusstsein zu rufen. Schlimmes, Tragisches und Schicksale gibt es kostenlos dazu. Zukunft passiert, doch das Leben will gelebt und nicht beweint werden. Denn eins ist zu hundert Prozent sicher, der Tod ist uns allen gewiß. Nutzen wir die Chancen des Tages, genießen wir und lassen wir uns die Stunden nicht vermiesen.

 

Entspannt nicht oberflächlich

 

Zukunft passiert

 

Sich selbst etwas Gutes zu tun, bedeutet auch, sich dem Alltag zu stellen und für Andere ausgeglichen zu sein. Vieles was du vielleicht sogar unbewusst tust, tust du auch für die Menschen um dich herum. Lächle, das hilft dir und der Seele. Das Stammhirn lässt sich tatsächlich ein kleines bisschen austricksen. Probier es aus – versuche jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen, sei fröhlicher als sonst und ernähre dich mit glücklich machenden Lebensmitteln.

Dazu gehören Obst, Gemüse ganz besonders die süße Ananas, auch Joghurt ist empfehlenswert, der tut vor allem auch der Haut und dem Darm gut.  Sei entspannt nicht oberflächlich. Die Zukunft passiert, handele und lass dir nicht das Heft aus der Hand nehmen. Es ist dein Leben, du bestimmst.

Gern bleibe ich noch ein bisschen beim Essen. Nicht verwunderlich, klar! Also, ich setze auf neue Impulse. Der Herbst steht vor der Tür, die Speisen in meinem Leben ändern sich jetzt grundlegend.

 

Wie sieht das bei dir aus? Was isst du jetzt?

Die ersten Kastanien liegen vor meinen Füßen. Ach herrje – der Herbst ist wirklich da. Nun, ich mag alle Jahreszeiten und jetzt steht mir der Sinn nach heißen Köstlichkeiten aus Topf und Ofen. Gulasch! Mit und ohne Fleisch. Wie jetzt, ohne Fleisch? Ja, das ist ein neuer Impuls, wie oben angekündigt. Doch sag mir: Was isst du jetzt? Was schmeckt dir, wenn du über das Kleid eine dicke Strickjacke ziehst und die Füße wieder in Socken stecken?

 

Zukunft passiert

 

 

Bei mir geht es um die Sämigkeit, diese genüssliche Wärme, die sich vom Löffel lutschen lässt. Dazu nehme ich Kartoffeln, grüne frische Bohnen und Kichererbsen aus der Dose. Linsen passen auch wundervoll dazu. Die Kartoffeln sind die Basis, sie werden gekocht, gepellt und geviertelt.

Dann nehme ich einen größeren Topf und brate Zwiebeln (gern die roten) in etwas Öl und Butter an, darauf gebe ich geschnittene Tomaten, die abgetropften Kichererbsen und die grünen gekochten Bohnen. Wenn du mehr Flüssigkeit möchtest, nimm Tomatensaft und keine fertige Brühe.

Gewürzt wird mit meinem eigenen „MOIN.“ Wer es noch würziger möchte gibt etwas Chili in das Gemüsegulasch. Serviert wird in kleinen Schüsseln oder tiefen Tellern, obenauf kommt ein dicker Klecks (ein Esslöffel) Créme fraiche – so schmeckt es mir und macht mein Herz froh.

 

Gulasch vom Rind

Zum Wochenende oder einmal pro Woche mag ich nach wie vor sehr gern Fleisch. Meine Herbst- und Winterküche mag Gulasch vom Rind, Wild aus dem Wald und feine Medaillons auf Toast. Der Ofen will arbeiten, die Sauce schmatzen.

Meine Seele ruft nach Wärme und Schutz. Für ein Gulasch kaufe ich entweder Galloway oder Wasserbüffel Fleisch. Beides gibt es hier in Brandenburg – wenn du Details möchtest sende mir einfach eine Mail an genuss@katrinelihn.de

An mein herzhaftes Fleisch gebe ich außer Zwiebeln, Tomaten plus Mark, Lorbeer, Wacholder, Oregano, Salz, etwas Chili und braunen Zucker noch eine Prise Liebe. Fertig! Die Flüssigkeit besteht wie bei meinem Gemüsegulasch aus Tomatensaft und hier noch einem Becher süßer Sahne. Den Klecks Créme fraiche lasse ich beim Servieren weg. Als Beilage kannst du wählen: Kleine Nüdelchen, eine dicke Scheibe Sauerteigbrot oder Kartoffelstampf, der muss ziemlich grob sein, damit er die herrliche Sauce gut aufnehmen kann.

Ja!, so wird meine nahe Zukunft schmecken. Was meinst du? Magst du einen Teller mit essen?

 

Einfach sein 

 

Gutes Essen kann so einfach sein! Das Mittagessen der Zukunft serviere ich vor allem mit Achtsamkeit. Und zwar nicht als Modewort, sondern als echte Wertschöpfungskette. Woher kommen die Produkte? Wer hat sie gesät, geerntet? Wie lang sind die Transportwege? Was ist eigentlich mit den Löhnen und so weiter.

Manchmal stört es mich schon sehr, dass die regionalen Waren von ausländischen, sogenannten Gastarbeitern – im Billiglohnsektor gepflückt, geerntet, bearbeitet werden und für uns in die Regale kommen. Da ist die Wertschöpfungskette unterbrochen. Aus meiner Sicht müsste es möglich sein, Menschen aus der Hartz-V-Schleife zu holen und sie auf die Felder zu schicken. Ach herrje, jaja, ich weiß schon, niemand darf geschickt werden. Wir müssen alle bitten. Puh! Da fehlt mir der Impuls für ein besseres Europa der Zukunft – nur mal so zum Sagen.

Einfach sein, könnte aus meiner Sicht so Vieles. Anpacken und machen. Das wird immer mal wieder mein Thema sein. Das verstehe ich unter Anderem auch als Haltung zu den Dingen. Wertschöpfung beginnt mit guten sozialverträglichen Umständen, geht über den niedrigen Einsatz von Düngemitteln und gibt dem Logistiker genug Zeit und Geld, um die Waren an den Verbraucher zu bringen. Und zu guter letzt werden die Mitarbeiter im Verkauf auch noch anständig entlohnt und behandelt. Kann so kompliziert nicht sein.

Nächste Woche sprechen ich über „Das kleine Buch der grünen Küche“ – es gibt von Nigel Slater ein neues Kochbuch <Greenfeast> für den Herbst und Winter. Herausgegeben vom DuMont Verlag liegt es hier zur Rezension. Freue mich schon auf’s Lesen und Nachkochen.

Daran lasse ich dich nächste Woche teilhaben „Die grüne Küche“ – also viele liebe Grüße aus Potsdam mit goldigen Blättern, Sonnenstrahlen, die das Herz erwärmen und einer heißen Suppe auf dem Herd.

 

Katrine – am Anfang des Herbstes muss es auf dem Herd blubbern …

… ach und wenn du magst, gibt es heute auch wieder ein Rezept von mir im Potsdamer Wochenspiegel – guten Appetit!

Zukunft passiert

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